PKW (Klasse B und auch BE)

Theorieausbildung

Die Ausbildung im theoretischen Teil umfasst 4 Teile, welche sich insgesamt in 14 Themen untergliedern.

Im ersten Teil wird ein Blick auf die persönlichen Vorraussetzungen, der Risikofaktor Mensch und die rechtlichen Rahmenbedingungen geworfen.

Teil Zwei befasst sich dann mit dem Straßenverkehrssystem, den Verkehrszeichen und -einrichtungen. Hinzu kommen die Grundregeln, Vorfahrt und Verkehrsregelungen, sowie die Teilnehmer am Straßenverkehr.

Ein Hauptaugenmerk gilt dem dritten Teil, in dem es sich um das Verhalten im Straßenverkehr dreht. Es werden die Themen Geschwindigkeit, Verkehrsbeobachtung, Umweltschonung, ruhender Verkehr, Verhalten in besonderen Situationen und Folgen bei Verstößen gegen Verkehrsvorschriften behandelt.

Im Abschliesenden vierten Teil geht es dann ans Eingemachte, der Fahrzeugtechnik und dem Fahren mit Solokraftfahrzeugen und Zügen (Fahrzeug mit Anhänger).

Praxisausbildung

In der praktischen Ausbildung wird der Fahrschüler mit der Fahrzeugbedienung vertraut gemacht. Er durchläuft dabei mehrere Stufen, nach denen seine erlernten Fähigkeiten im Umgang mit dem Fahrzeug eingeschätzt werden.

Zu Beginn befindet sich der Schüler in der Grundstufe. Hierzu zählen die Einweisung am Fahrzeug, das Anfahren (z.B. auch am Berg), Schalten, Lenken (Lenkradius), sowie das Verhältnis zwischen Lenkverhalten und Geschwindigkeit.

In der Aufbaustufe wird dann das degressive Bremsen, das Rückwärtsfahren, das Wenden und Parken vermittelt.

Im Stadium der Leistungsstufe soll der Fahrschüler bereits verschiedene Verkehrssituationen sicher bewältigen können. Dabei gilt die selbstständige Beachtung von Vorfahrtsregeln, eine vorrausschauende Fahrweise und Verkehrsbeobachtung, welche auch zum umweltschonenden Fahren beitragen. In diesem Bereich werden dann auch die vorgeschriebenen Sonderfahrstunden gemacht, welche sich aus 5 Überland-, 4 Autobahn- und 3 Nachtfahrten zusammensetzen.

Am Ende und zum Bestehen der Prüfung wird vom Fahrschüler eine Reifestufe verlangt, in der ein selbstständiges Fahren nach Richtungsangabe erfolgt. Dies geschieht Inner- und Außerorts, sowie im unbekannten Verkehrsraum. Diese Stufe stellt eine gewisse Prüfungssimulation dar.

Überland
Bei den Überlandfahrten werden Kurventechnik, das Überholen, die Orientierung nach Wegweisern, die richtige Geschwindigkeitswahl und eine Situationseinschätzung vermittelt.

Autobahn
Die Besonderheiten der Autobahnfahrten liegen beim Ein- und Ausfahren, Überholen, Orientieren am Abzweig, Verhalten bei verpasster Ausfahrt und typische Fehler.

Nacht
In diesem Bereich wird das Fahrverhalten bei Dunkelheit auf beleuchteten und unbeleuchteten Straßen geübt. Zum Teil finden diese Stunden auch Außerorts statt, da dort unterschiedliche Sichtverhältnisse vorhanden sind, die auch eine Geschwindigkeitsanpassung erfordern.

Die Sonderfahrstunden sind gesetzlich vorgeschrieben!

Die Anzahl der Übungsfahrten hingegen hängen allein vom Mitwirken des Fahrschülers ab. Demzufolge kann keine genau Aussage getroffen werden, wie viele Fahrstunden ein Schüler benötigt, um seine praktische Prüfung zu bestehen und seinen Führerschein zu bekommen.